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Zusammenfassung Hintergrund Interprofessionelle Zusammenarbeit ist eine zentrale Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Versorgung im zunehmend komplexen Gesundheitssystem. Interprofessionelle Ausbildung (Interprofessional Education, IPE) gilt als wirksamer Ansatz zur Förderung kooperativer Kompetenzen und zur Entwicklung einer interprofessionellen Identität, die gemäß der Extended Professional Identity Theory ergänzend zur professionsspezifischen Identität entsteht. Vor diesem Hintergrund untersuchte die vorliegende Studie, inwiefern ein neu entwickeltes interprofessionelles Pflichtlehrformat zur Veränderung der erweiterten professionellen Identität (Extended Professional Identity, EPI) von Studierenden unterschiedlicher Gesundheits- und Sozialberufe beiträgt und wie das Lehrformat von den Teilnehmenden bewertet wird. Methode Es wurde eine multizentrische Beobachtungsstudie mit einem einarmigen Prä-Post-Design durchgeführt. Analysiert wurden retrospektiv ausgewertete Befragungsdaten aus einer dreitägigen interprofessionellen Lehrveranstaltung an zwei Ausbildungsstandorten. Die EPI wurde mithilfe der Extended Professional Identity Scale (EPIS) zu Beginn und am Ende der Lehrveranstaltung erhoben. Ergänzend erfolgte eine querschnittliche Evaluation mittels standardisiertem Online-Fragebogen. Es nahmen Studierende der Humanmedizin, der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie, Psychologie, Diätologie und Sozialen Arbeit teil. Ergebnisse Die Lehrveranstaltung wurde seitens der Studierenden positiv bewertet, wobei signifikante Unterschiede zwischen den Studiengängen bestanden. In der Gesamtstichprobe zeigte sich eine signifikante Zunahme der erweiterten professionellen Identität mit großer Effektstärke. Besonders ausgeprägt waren die Effekte bei Studierenden der Pflegeberufe, während bei Medizinstudierenden moderatere, jedoch signifikante Veränderungen beobachtet wurden. Diskussion Auch kurzzeitige, strukturierte interprofessionelle Pflichtformate können die Entwicklung interprofessioneller Identität wirksam fördern. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer zielgruppensensiblen curricularen Gestaltung interprofessioneller Ausbildung.
Bibliografischer Nachweis
Publikationsdaten
- Autor:innen
- Valentina Mitgutsch, Harald Stummer
- Quelle
- HeilberufeScience
- Publikation
- 2026-01-01
- Band / Ausgabe
- Nicht angegeben
- Seiten
- Nicht angegeben
- ISSN / ISBN
- 2190-2100
- Zitationen
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Valentina Mitgutsch, Harald Stummer (2026). Effekte interprofessioneller Lehre auf die erweiterte professionelle Identität von Studierenden der Gesundheitsprofessionen. HeilberufeScience. https://doi.org/10.1007/s16024-026-00460-9
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Themen, Förderung und Nutzung
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