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Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit an Schulen

Andrea Zumbrunn, Mitja Mosimann, Nicole Bachmann, Helene Luig-Arlt

Prävention und Gesundheitsförderung · 2026

Vollständiger Abstract

Worum geht es in dieser Arbeit?

Zusammenfassung Hintergrund und Fragestellung Psychische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter wird wesentlich durch soziale Bedingungen beeinflusst. Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit schulische Angebote und Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit in Deutschland in der 1. bis 10. Klasse soziale Ungleichheiten berücksichtigen und zur gesundheitlichen Chancengleichheit beitragen. Untersuchungsmethode Es wurde eine Analyse von 30 schulischen Angeboten innerhalb der zwei bundesweiten Projektdatenbanken Deutschlands durchgeführt. Sowohl die Selektion der Projekte wie auch deren Bewertung erfolgte nach definierten Kriterien, wobei sich die Bewertung an den Kriterien guter Praxis soziallagenbezogener Gesundheitsförderung orientierte und Zielgruppenbezug, Zielsetzung, Setting, Partizipation und Einbindung von Multiplikator:innen umfasste. Ergebnisse Die Mehrheit der untersuchten Angebote adressiert alle Schüler:innen gleich, ungeachtet unterschiedlicher sozialer Ausgangslagen, Bedürfnisse und Zugangsbarrieren, was bestehende Ungleichheiten verstärken kann. Systematische Partizipationsmöglichkeiten sind nur in wenigen Angeboten vorgesehen – obwohl sie Selbstwirksamkeit und damit psychische Gesundheit fördern können und sozial benachteiligte Schüler:innen solche Erfahrungen seltener mitbringen. Verhältnisbezogene Ansätze im Sinne des Setting-Ansatzes sind häufiger anzutreffen, bleiben jedoch meist auf einzelne Ebenen beschränkt. Schlussfolgerung Soll schulische Gesundheitsförderung zur gesundheitlichen Chancengleichheit beitragen, erfordert dies ein explizites Bewusstsein für soziale Ungleichheiten sowie die Verankerung von Chancengleichheit als Ziel – unabhängig davon, ob Angebote oder Programme universell oder selektiv ausgerichtet sind. Verhältnisbezogene Maßnahmen, etwa die Gestaltung eines positiven Schulklimas, haben dabei den Vorteil, sofern mit diesem Bewusstsein konzipiert, dass sie alle Schüler:innen erreichen und dadurch auch sozial benachteiligten Schüler:innen zugutekommen, ohne einzelne Gruppen explizit adressieren zu müssen.

Bibliografischer Nachweis

Publikationsdaten

Autor:innen
Andrea Zumbrunn, Mitja Mosimann, Nicole Bachmann, Helene Luig-Arlt
Quelle
Prävention und Gesundheitsförderung
Publikation
2026-01-01
Band / Ausgabe
Nicht angegeben
Seiten
Nicht angegeben
ISSN / ISBN
1861-6755, 1861-6763
Zitationen
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Referenzen
0 hinterlegt

Zitieren

Zitierfähiger Nachweis

Andrea Zumbrunn, Mitja Mosimann, Nicole Bachmann, Helene Luig-Arlt (2026). Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit an Schulen. Prävention und Gesundheitsförderung. https://doi.org/10.1007/s11553-026-01369-x
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Themen, Förderung und Nutzung

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