Vollständiger Abstract
Worum geht es in dieser Arbeit?
Zusammenfassung Die Empfängnisverhütung bei Frauen mit intellektueller Beeinträchtigung ist ein mit ethischen Konflikten behaftetes Thema. Bisherige Interventionen beschränken sich auf die Individualebene. Damit wird die Verantwortung für das Thema bei den betroffenen Frauen bzw. ihrem Umfeld verortet, wodurch strukturelle und kontextbezogene Faktoren häufig außer Acht gelassen werden. Im Hinblick auf die Empfängnisverhütung ist das Wohnen ein Kontext, dessen Strukturen die Vulnerabilität von Frauen beeinflussen können. Im vorliegenden Beitrag rücken stationäre Wohnformen für Menschen mit Behinderung und ihre Bewohnerinnen aufgrund der institutionellen Rahmenbedingungen und des professionellen Handelns besonders in den Fokus. Auf Basis des Vulnerabilitätskonzepts von Florencia Luna werden verschiedene Verletzlichkeitsschichten in Bezug auf die Empfängnisverhütung in stationären Wohnformen identifiziert und analysiert. Darauf aufbauend werden Maßnahmen zur Reduktion struktureller Barrieren abgeleitet. Der Beitrag zeigt verschiedene Ansätze für zukünftige Interventionen sowie Handlungsmöglichkeiten für die Praxis auf.
Bibliografischer Nachweis
Publikationsdaten
- Autor:innen
- Fenja Caris, Solveig Lena Hansen
- Quelle
- Ethik in der Medizin
- Publikation
- 2026-01-01
- Band / Ausgabe
- Nicht angegeben
- Seiten
- Nicht angegeben
- ISSN / ISBN
- 0935-7335, 1437-1618
- Zitationen
- 0 laut Crossref
- Referenzen
- 0 hinterlegt
Zitieren
Zitierfähiger Nachweis
Fenja Caris, Solveig Lena Hansen (2026). Vulnerabilität in stationären Wohnformen für Menschen mit Behinderung am Beispiel der Empfängnisverhütung. Ethik in der Medizin. https://doi.org/10.1007/s00481-026-00934-4
Kontext
Themen, Förderung und Nutzung
Lizenzhinweise: Lizenz 1